Wer erstmals mit dem Thema Pflege in Berührung kommt, stößt schnell auf zahlreiche Fachbegriffe. Dieses Pflege-Lexikon von SHS Hausnotruf erklärt die wichtigsten Begriffe verständlich und praxisnah. So erhalten Pflegebedürftige und Angehörige einen schnellen Überblick über Leistungen der Pflegeversicherung, Hilfsmittel und wichtige Abläufe.
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24-Stunden-Pflege
Die 24-Stunden-Pflege beschreibt eine Betreuung im häuslichen Umfeld, bei der eine Betreuungskraft über längere Zeit im Haushalt lebt oder regelmäßig anwesend ist. Sie ersetzt meist keine medizinische Fachpflege, kann Angehörige aber im Alltag deutlich entlasten.
A
Aktivierende Pflege
Die aktivierende Pflege verfolgt das Ziel, die Selbstständigkeit pflegebedürftiger Menschen möglichst lange zu erhalten. Pflegekräfte übernehmen Aufgaben nicht vollständig, sondern unterstützen Betroffene dabei, vorhandene Fähigkeiten selbst einzusetzen.
Alltagsbegleiter
Alltagsbegleiter unterstützen pflegebedürftige Menschen im täglichen Leben. Sie begleiten beispielsweise beim Einkaufen, Spazierengehen, bei Arztbesuchen oder leisten Gesellschaft. Medizinische oder körperpflegerische Tätigkeiten gehören in der Regel nicht zu ihren Aufgaben.
Altersgerechtes Wohnen
Altersgerechtes Wohnen beschreibt Wohnräume, die an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst sind. Dazu zählen unter anderem ebenerdige Zugänge, breite Türen, rutschhemmende Böden und Haltegriffe im Badezimmer.
Ambulante Pflege
Bei der ambulanten Pflege erfolgt die Versorgung in der eigenen Wohnung. Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt je nach Bedarf pflegerische, hauswirtschaftliche oder medizinische Leistungen.
Ambulant betreute Wohngemeinschaft
Eine ambulant betreute Wohngemeinschaft ist eine Wohnform, in der mehrere pflegebedürftige Menschen zusammenleben und gemeinsam Unterstützungs- oder Pflegeleistungen organisieren.
Angehörigenpflege
Von Angehörigenpflege spricht man, wenn Familienmitglieder oder nahestehende Personen die Pflege zuhause übernehmen. Die Pflegeversicherung unterstützt diese Form der Pflege unter bestimmten Voraussetzungen mit Pflegegeld.
Anschubfinanzierung für ambulant betreute Wohngruppen
Zur Gründung einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft kann die Pflegeversicherung unter bestimmten Voraussetzungen eine einmalige Anschubfinanzierung von 2.613€ gewähren.
Antrag auf Pflegegrad
Wer Leistungen der Pflegeversicherung erhalten möchte, muss zunächst einen Antrag bei seiner Pflegekasse stellen. Das kann formlos per E-Mail, Fax oder über ein entsprechendes Onlinefomular der Pflegekasse erfolgen. Anschließend erfolgt eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD).
Antrag auf Pflegehilfsmittel
Pflegehilfsmittel müssen in vielen Fällen bei der Pflegekasse beantragt werden. Nach der Genehmigung übernimmt die Pflegekasse – abhängig vom Anspruch – die Kosten ganz oder teilweise. Zu den Hilfsmitteln zählen beispielsweise Hausnotrufgeräte, Gehhilfen, zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel und vieles mehr.
Antrag auf Hausnotruf
Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad können unter bestimmten Voraussetzungen die Kostenübernahme für ein Hausnotrufsystem bei ihrer Pflegekasse beantragen. SHS Hausnotruf unterstützt auf Wunsch bei der Antragstellung.
Atemtherapie
Die Atemtherapie umfasst Maßnahmen zur Verbesserung der Atmung. Sie kommt beispielsweise bei chronischen Lungenerkrankungen oder nach Operationen zum Einsatz.
Aufstehhilfe
Aufstehhilfen erleichtern pflegebedürftigen Menschen das sichere Aufstehen aus dem Bett oder von einem Stuhl und tragen zur Sturzprävention bei.
B
Barrierefreiheit
Eine barrierefreie Umgebung ermöglicht Menschen mit körperlichen Einschränkungen eine möglichst selbstständige Lebensführung. Typische Maßnahmen sind Rampen, Aufzüge oder bodengleiche Duschen.
Behandlungspflege
Die Behandlungspflege umfasst medizinische Leistungen, die von einem Arzt verordnet und durch examiniertes Pflegepersonal durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise Verbandswechsel, Injektionen oder Medikamentengaben.
(Pflege-)Begutachtung
Nach der Beantragung eines Pflegegrades besucht ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (MD) oder bei privat versicherten Personen von MEDICPROOF die pflegebedürftige Person. Dabei wird beurteilt, wie selbstständig sie verschiedene Alltagssituationen bewältigen kann.
Betreuungs- und Entlastungsleistungen
Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1-5 haben Anspruch auf sogenannte Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Diese können beispielsweise für Alltagsbegleiter oder haushaltsnahe Dienstleistungen genutzt werden.
Bettlägerigkeit
Bettlägerigkeit liegt vor, wenn eine Person dauerhaft oder überwiegend das Bett nicht mehr verlassen kann. In solchen Fällen sind besondere pflegerische Maßnahmen notwendig, um Folgeerkrankungen wie Druckgeschwüre zu vermeiden.
Blutdruckmessgerät
Ein Blutdruckmessgerät dient der regelmäßigen Kontrolle des Blutdrucks. Besonders bei älteren Menschen kann dies helfen, Kreislaufprobleme oder Schwindel frühzeitig zu erkennen.
Bobath-Konzept
Das Bobath-Konzept ist eine Therapiemethode zur Förderung von Menschen mit neurologischen Erkrankungen, beispielsweise nach einem Schlaganfall. Ziel ist die Verbesserung der Beweglichkeit und Selbstständigkeit.
Betreutes Wohnen
Betreutes Wohnen verbindet selbstständiges Wohnen mit optionalen Unterstützungsleistungen wie Hausnotruf, Betreuung, Mahlzeitenservice oder Pflegeleistungen.
Brille als Hilfsmittel
Brillen zählen grundsätzlich zu den medizinischen Hilfsmitteln. Unter bestimmten Voraussetzungen beteiligen sich Krankenkassen an den Kosten.
Bewegungsförderung
Regelmäßige Bewegung hilft älteren Menschen dabei, Kraft, Gleichgewicht und Mobilität zu erhalten. Sie trägt wesentlich zur Vorbeugung von Stürzen bei.
C
Chronische Erkrankung
Chronische Erkrankungen bestehen dauerhaft oder über einen langen Zeitraum. Beispiele sind Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz oder Parkinson. Sie können den Pflegebedarf erheblich beeinflussen.
Chronische Schmerzen
Chronische Schmerzen bestehen länger als drei Monate und können die Lebensqualität deutlich einschränken. Eine individuelle Schmerztherapie ist häufig Bestandteil der pflegerischen Versorgung.
COPD
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine dauerhafte Erkrankung der Atemwege. Betroffene benötigen häufig medizinische Unterstützung und können im Alltag eingeschränkt sein.
Chronische Pflegebedürftigkeit
Von chronischer Pflegebedürftigkeit spricht man, wenn dauerhaft Unterstützung bei alltäglichen Aktivitäten erforderlich ist. Der Umfang der Hilfe richtet sich nach dem individuellen Pflegegrad.
D
Dekubitus
Ein Dekubitus, auch Druckgeschwür genannt, entsteht durch langanhaltenden Druck auf Haut und Gewebe. Besonders gefährdet sind bettlägerige Menschen. Regelmäßiges Umlagern und spezielle Lagerungshilfen helfen, einem Dekubitus vorzubeugen.
Demenz
Demenz ist der Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit einem fortschreitenden Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit einhergehen. Betroffene benötigen im Verlauf häufig zunehmend Unterstützung im Alltag.
Digitale Pflegeanwendungen (DiPA)
Digitale Pflegeanwendungen sind vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannte digitale Lösungen, die Pflegebedürftige und Angehörige im Alltag unterstützen können.
Digitalisierung in der Pflege
Unter Digitalisierung in der Pflege versteht man den Einsatz digitaler Technologien, beispielsweise elektronische Pflegedokumentationen, Telemedizin oder digitale Kommunikationslösungen.
Diabetes mellitus
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzucker dauerhaft erhöht ist. Viele Menschen mit Diabetes benötigen regelmäßige medizinische Betreuung und pflegerische Unterstützung.
Diabetisches Fußsyndrom
Das diabetische Fußsyndrom bezeichnet Wundheilungsstörungen an den Füßen infolge einer Diabeteserkrankung. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.
Dokumentationspflicht
Pflegekräfte sind verpflichtet, alle relevanten Pflegemaßnahmen sorgfältig zu dokumentieren. Dies dient der Qualitätssicherung und Nachvollziehbarkeit der Versorgung.
Doppelinkontinenz
Von Doppelinkontinenz spricht man, wenn sowohl Harn- als auch Stuhlinkontinenz vorliegen.
E
Eigenanteil
Nicht alle Pflegekosten werden vollständig von der Pflegeversicherung übernommen. Den verbleibenden Betrag nennt man Eigenanteil. Bsp.: Der Eigenanteil im Pflegeheim ist der Betrag, den Bewohnerinnen und Bewohner trotz Leistungen der Pflegeversicherung selbst zahlen müssen. Er kann Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten und pflegebedingte Eigenanteile umfassen.
Elektronische Patientenakte (ePA)
Die elektronische Patientenakte ermöglicht die digitale Speicherung wichtiger Gesundheitsdaten und erleichtert die Zusammenarbeit verschiedener Leistungserbringer.
Entlastungsbetrag
Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 erhalten einen monatlichen Entlastungsbetrag von 131€ . Dieser kann beispielsweise für anerkannte Betreuungsangebote oder haushaltsnahe Dienstleistungen genutzt werden.
Entlassmanagement
Vor der Entlassung aus einem Krankenhaus wird die weitere Versorgung organisiert. Dazu gehören unter anderem Hilfsmittel, ambulante Pflege oder Rehabilitationsmaßnahmen.
Ernährungstherapie
Eine Ernährungstherapie unterstützt Menschen mit Erkrankungen oder Mangelernährung durch individuell angepasste Ernährungspläne.
Ergotherapie
Die Ergotherapie hilft Menschen dabei, alltägliche Fähigkeiten zu erhalten oder wiederzuerlangen und ihre Selbstständigkeit zu fördern.
Erstbegutachtung
Die Erstbegutachtung erfolgt nach der erstmaligen Beantragung eines Pflegegrades und bildet die Grundlage für die Entscheidung der Pflegekasse und Anerkennung eines Pflegegrads. Die Begutachtung wird durch den Medizinischen Dienst, in der Regel im Zuhause des Pflegebedürftigen, durchgeführt.
Ersatzpflege
Ersatzpflege ist ein anderer Begriff für die Verhinderungspflege. Sie kommt zum Einsatz, wenn die private Pflegeperson durch Krankheit, Urlaub oder anderweitige Verhinderungen vorübergehend ausfällt.
Examinierte Pflegefachkraft
Eine examinierte Pflegefachkraft verfügt über eine staatlich anerkannte Ausbildung und ist berechtigt, professionelle Pflegemaßnahmen eigenverantwortlich durchzuführen.
F
Fahrdienst
Fahrdienste unterstützen ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen bei Fahrten zu Ärzten, Therapien oder Pflegeeinrichtungen. Angeboten werden die Fahrdienste häufig reginal von Wohlfahrtverbänden.
Familienpflegezeit
Die Familienpflegezeit ermöglicht eine teilweise Freistellung von der Arbeit für bis zu 24 Monate, um Angehörige zuhause zu pflegen. Während der Familienpflegezeit muss eine Mindestarbeitszeit von 15h/Woche gegeben sein.
Flüssigkeitsmangel
Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme kann insbesondere bei älteren Menschen zu Schwindel, Kreislaufproblemen oder Verwirrtheit führen.
Flüssigkeitsbilanz
Die Flüssigkeitsbilanz dokumentiert die tägliche Aufnahme und Ausscheidung von Flüssigkeit. Sie dient der medizinischen Überwachung.
Fixierung
Fixierungsmaßnahmen schränken die Bewegungsfreiheit einer Person ein und dürfen nur unter engen gesetzlichen Voraussetzungen erfolgen.
Freiheitsentziehende Maßnahmen
Hierzu zählen alle Maßnahmen, die die Bewegungsfreiheit einschränken, beispielsweise Bettgitter oder Gurtsysteme. Sie unterliegen strengen rechtlichen Vorgaben und müssen von einem Arzt angeordnet und einem Richter genehmigt werden.
Frühmobilisation
Nach Operationen oder Erkrankungen wird versucht, Patientinnen und Patienten möglichst früh wieder zu mobilisieren, um Komplikationen vorzubeugen.
Fußpflege
Die medizinische Fußpflege ist besonders für Menschen mit Diabetes oder eingeschränkter Beweglichkeit wichtig.
Funktionstraining
Funktionstraining umfasst gezielte Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit und körperlichen Leistungsfähigkeit.
G
Gehstock
Ein Gehstock unterstützt Menschen mit leichten Einschränkungen der Mobilität beim sicheren Gehen.
Gehhilfe
Gehhilfen umfassen Hilfsmittel wie Rollatoren, Gehstöcke oder Unterarmgehstützen und verbessern die Mobilität. Die Kosten dafür können mit einem ärztlichen Rezept komplett oder anteilig übernommen werden.
Gemeinsamer Jahresbetrag
Der Gemeinsame Jahresbetrag fasst seit der Reform der Pflegeversicherung die Budgets für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zusammen. Pflegebedürftige können den Betrag innerhalb der gesetzlichen Regelungen flexibel einsetzen.
Geriatrie
Die Geriatrie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Gesundheit und Behandlung älterer Menschen beschäftigt.
Gerontologie
Die Gerontologie erforscht den Alterungsprozess sowie dessen Auswirkungen auf Gesundheit, Gesellschaft und Pflege.
Gerinnungshemmer
Gerinnungshemmer sind Medikamente, die das Risiko von Blutgerinnseln senken. Aufgrund der erhöhten Blutungsgefahr sollten Stürze bei der Einnahme dieser Medikamente besonders ernst genommen werden.
Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung umfasst Maßnahmen, die dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen und die Lebensqualität langfristig zu erhalten.
Grundpflege
Die Grundpflege umfasst die Unterstützung bei der Körperpflege, Ernährung, Mobilität und Ausscheidung. Sie gehört zu den zentralen Aufgaben der häuslichen und stationären Pflege.
(Pflege-)Gutachten
Das Pflegegutachten dokumentiert die Ergebnisse der Begutachtung und bildet die Grundlage für die Entscheidung der Pflegekasse über den Pflegegrad.
Gleichgewichtsstörungen
Gleichgewichtsstörungen treten im Alter häufig auf und erhöhen das Risiko für Stürze. Ursachen können Erkrankungen, Medikamente oder Veränderungen des Gleichgewichtsorgans sein.
H
Häusliche Krankenpflege
Die häusliche Krankenpflege umfasst medizinische Leistungen, die nach ärztlicher Verordnung in der eigenen Wohnung erbracht werden. Dazu gehören beispielsweise Wundversorgung, Medikamentengabe oder Injektionen.
Häusliche Pflege
Die häusliche Pflege beschreibt die Versorgung pflegebedürftiger Menschen in ihrer gewohnten Umgebung – entweder durch Angehörige, einen ambulanten Pflegedienst oder eine Kombination aus beiden.
Hausnotruf
Ein Hausnotrufsystem ermöglicht es, im Notfall per Knopfdruck Hilfe anzufordern. Die Verbindung erfolgt mit einer rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale, die je nach Situation Angehörige, den Rettungsdienst oder andere hinterlegte Kontaktpersonen informiert. Bei vorhandenem Pflegegrad können Hausnotrufgeräte mit 27€ monatlich bezuschusst und so häufig kostenfrei in den eigenen vier Wänden genutzt werden.
Hausnotrufzentrale
Die Hausnotrufzentrale nimmt eingehende Notrufe entgegen, spricht mit der betroffenen Person und organisiert die passende Hilfe.
Hebehilfe
Hebehilfen unterstützen Pflegekräfte und Angehörige beim sicheren Umsetzen oder Umlagern pflegebedürftiger Menschen und entlasten gleichzeitig den Rücken.
Heimunterbringung
Von einer Heimunterbringung spricht man, wenn eine pflegebedürftige Person dauerhaft in einer stationären Pflegeeinrichtung lebt.
Hilfsmittelverzeichnis
Das Hilfsmittelverzeichnis listet Hilfsmittel auf, deren Versorgung grundsätzlich von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden kann. Es dient als Orientierung, begründet jedoch keinen automatischen Leistungsanspruch.
Höherstufungsantrag
Verschlechtert sich der Gesundheitszustand, kann bei der Pflegekasse ein Antrag auf Höherstufung des Pflegegrades gestellt werden. Der Antrag auf Höhrstufung kann alle 6 Monate eingereicht werden.
Hospiz
Ein Hospiz begleitet schwerstkranke und sterbende Menschen mit dem Ziel, ihre Lebensqualität und Würde bis zuletzt zu erhalten.
I
Immobilität
Immobilität bezeichnet eine stark eingeschränkte oder vollständig fehlende Bewegungsfähigkeit. Sie erhöht unter anderem das Risiko für Stürze, Druckgeschwüre und Muskelabbau.
Inkontinenz
Inkontinenz ist der ungewollte Verlust von Urin oder Stuhl. Je nach Ursache stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und Hilfsmittel zur Verfügung.
Inkontinenzhilfsmittel
Hierzu gehören beispielsweise Einlagen, Vorlagen, Windelhosen oder Katheter, die Betroffene im Alltag unterstützen. Diese Hilfsmittel können teils von der Kranken- und Pflegekasse bezuschusst werden.
Intensivpflege
Die Intensivpflege richtet sich an Menschen mit besonders hohem medizinischem Versorgungsbedarf, beispielsweise bei dauerhafter Beatmung.
Interdisziplinäre Versorgung
Bei einer interdisziplinären Versorgung arbeiten verschiedene Berufsgruppen – etwa Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten – eng zusammen.
Infektionsschutz
Hygienemaßnahmen und Schutzvorkehrungen dienen dazu, Infektionen bei pflegebedürftigen Menschen zu vermeiden. Handschuhe, Desinfektionsmittel und andere zum verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel helfen dabei, das Infektionsrisiko für alle Beteiligten zu minimieren und können ab Pflegegrad 1 unter bestimmten Voraussetzungen von der Pflegekasse übernommen werden.
Individuelle Pflegeplanung
Die Pflegeplanung beschreibt alle notwendigen Pflegemaßnahmen und wird individuell auf die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Person abgestimmt.
Insulintherapie
Menschen mit Diabetes benötigen häufig eine Insulintherapie zur Regulierung ihres Blutzuckers.
Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit (ICF)
Die ICF ist ein von der Weltgesundheitsorganisation entwickeltes System zur Beschreibung der funktionalen Gesundheit und Teilhabe von Menschen.
J
Jahresfrist bei Pflegeleistungen
Einige Leistungen der Pflegeversicherung können nur innerhalb bestimmter Fristen beantragt oder genutzt werden. Es empfiehlt sich, Ansprüche rechtzeitig zu prüfen.
K
Kinästhetik
Die Kinästhetik ist ein Pflegekonzept, das Bewegungsabläufe analysiert und rückenschonende Mobilisationstechniken vermittelt.
Kombinationsleistung
Die Pflege-Kombinationsleistung (Kombinationspflege) ermöglicht es Ihnen, das monatliche Pflegegeld (für die häusliche Pflege) und ambulante Pflegesachleistungen (für professionelle Pflegedienste) flexibel miteinander zu verrechnen.
Kontinenzförderung
Maßnahmen zur Erhaltung oder Verbesserung der Blasen- und Darmkontrolle werden als Kontinenzförderung bezeichnet. Dazu zählt bspw. Beckenbodentraining, Toilettentraining oder auch Ernährungsanpassung.
Kurzzeitpflege
Kann die häusliche Pflege vorübergehend nicht sichergestellt werden, beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt, besteht Anspruch auf zeitlich begrenzte Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung.
Kostenträger
Kostenträger sind Institutionen, die Pflege- oder Gesundheitsleistungen finanzieren, beispielsweise Pflegekassen oder Krankenkassen.
Krankentransport
Ein Krankentransport bringt medizinisch betreuungsbedürftige Personen sicher zu Arztterminen oder Krankenhäusern. Sie erfordern eine ärztliche Verordnung. Bei Pflegegrad 3, 4 oder 5 in Kombination mit einer dauerhaften Mobilitätseinschränkung übernimmt die Krankenkasse die Kosten oft direkt.
Krisensituation
Eine Krisensituation liegt vor, wenn sich der Gesundheitszustand plötzlich verschlechtert oder eine sofortige Unterstützung notwendig wird.
L
Lagerung
Regelmäßige Lagerungswechsel helfen dabei, Druckgeschwüre zu vermeiden und den Komfort bettlägeriger Menschen zu erhöhen.
Lagerungshilfsmittel
Lagerungskissen, Wechseldruckmatratzen oder spezielle Keilkissen unterstützen eine druckentlastende Positionierung und beugen Druckgeschwüre vor.
Langzeitpflege
Die Langzeitpflege beschreibt eine dauerhafte, rund um die Uhr notwendige pflegerische Versorgung zuhause oder in einer Pflegeeinrichtung.
Lebensqualität
Ziel aller pflegerischen Maßnahmen ist es, die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen möglichst lange zu erhalten oder zu verbessern.
Leistungsbescheid
Der Leistungsbescheid ist die schriftliche Entscheidung der Pflegekasse über beantragte Leistungen wie Pflegegrad, Pflegegeld oder Hilfsmittel.
Liquiditätsunterstützung
In bestimmten Situationen können Sozialleistungen oder Zuschüsse helfen, finanzielle Belastungen durch Pflegekosten zu reduzieren.
Logopädie
Die Logopädie behandelt Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, beispielsweise nach einem Schlaganfall.
M
Mangelernährung
Eine unzureichende Versorgung mit Nährstoffen kann die Gesundheit erheblich beeinträchtigen und kommt insbesondere bei älteren Menschen häufiger vor.
Medizinischer Dienst (MD)
Der Medizinische Dienst begutachtet gesetzlich Versicherte nach Antragstellung auf einen Pflegegrad und erstellt eine Empfehlung für die Pflegekasse.
Medikamentenplan
Ein Medikamentenplan enthält alle regelmäßig einzunehmenden Arzneimittel und hilft, Einnahmefehler zu vermeiden.
Medikamentenmanagement
Das Medikamentenmanagement umfasst die Planung, Kontrolle und sichere Verabreichung von Medikamenten. Dabei helfen können Tablettenboxen.
Mobilität
Die Mobilität beschreibt die Fähigkeit, sich selbstständig fortzubewegen. Sie ist eines der sechs Module bei der Pflegegrad-Begutachtung.
Mobilisierung
Gezielte Mobilisierungsmaßnahmen fördern Beweglichkeit, Muskelkraft und Selbstständigkeit und helfen, Folgeerkrankungen vorzubeugen.
Mobile Hausnotrufsysteme
Mobile Hausnotrufsysteme ermöglichen es, auch außerhalb der eigenen Wohnung per Knopfdruck Hilfe anzufordern. Moderne Geräte verfügen häufig über GPS-Ortung, Freisprechfunktion und automatische Sturzerkennung.
Multimorbidität
Von Multimorbidität spricht man, wenn mehrere chronische Erkrankungen gleichzeitig bestehen. Dies ist insbesondere bei älteren Menschen häufig der Fall.
Muskelabbau (Sarkopenie)
Mit zunehmendem Alter nimmt die Muskelmasse häufig ab. Regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung können diesem Prozess entgegenwirken.
N
Nachbarschaftshilfe
Nachbarschaftshilfe umfasst die Unterstützung durch ehrenamtliche oder anerkannte Helfer im Alltag. In einigen Bundesländern können diese Leistungen über den Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung abgerechnet werden.
Nachtpflege
Die Nachtpflege ist ein Angebot für pflegebedürftige Menschen, die nachts Betreuung oder medizinische Unterstützung benötigen. Sie ergänzt die häusliche Pflege.
Notfallmappe
Eine Notfallmappe enthält wichtige Informationen wie Diagnosen, Medikamente, Allergien, Notfallkontakte und Vorsorgevollmachten. Sie erleichtert Helfern und Angehörigen im Ernstfall die Versorgung.
Notrufarmband
Ein Notrufarmband wird am Handgelenk getragen und ermöglicht es, jederzeit einen Hausnotruf auszulösen.
Notrufsender
Ein Notrufsender kann als Armband oder Halskette getragen werden und verbindet die betroffene Person per Knopfdruck mit einer Notrufzentrale.
Notrufuhr
Eine Notrufuhr kombiniert die Funktionen einer Smartwatch mit einem mobilen Hausnotruf. Viele Modelle verfügen zusätzlich über GPS-Ortung, Telefonfunktion und automatische Sturzerkennung.
O
Orthese
Eine Orthese ist ein medizinisches Hilfsmittel, das äußerlich am Körper getragen wird, um Gliedmaßen oder die Wirbelsäule zu stabilisieren, zu entlasten, ruhigzustellen oder Fehlstellungen zu korrigieren. Sie kommt häufig nach Operationen, bei Verletzungen (z. B. Bänderriss) oder bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose zum Einsatz.
Orthopädische Hilfsmittel
Hierzu gehören beispielsweise Bandagen, Orthesen, Einlagen oder spezielle Schuhe zur Unterstützung des Bewegungsapparates.
Osteoporose
Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochendichte abnimmt. Dadurch steigt insbesondere im Alter das Risiko für Knochenbrüche nach Stürzen.
Orientierungslosigkeit
Orientierungslosigkeit tritt häufig bei Menschen mit Demenz auf und kann dazu führen, dass Betroffene sich verlaufen oder ihre Umgebung nicht mehr erkennen.
P
Palliativpflege
Die Palliativpflege begleitet Menschen mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung. Ziel ist es, Schmerzen und belastende Symptome zu lindern sowie die Lebensqualität zu erhalten.
Parkinson
Parkinson ist eine neurologische Erkrankung, die Beweglichkeit, Gleichgewicht und Koordination beeinträchtigen kann. Im fortgeschrittenen Verlauf wird häufig pflegerische Unterstützung notwendig.
Patientenverfügung
Mit einer Patientenverfügung legen Menschen schriftlich fest, welche medizinischen Maßnahmen sie wünschen oder ablehnen, falls sie ihren Willen später nicht mehr selbst äußern können.
Pflegebedürftigkeit
Pflegebedürftigkeit liegt vor, wenn eine Person aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen dauerhaft Hilfe im Alltag benötigt. Die Einstufung erfolgt über die Pflegegrade.
Pflegeberatung
Pflegebedürftige und Angehörige haben Anspruch auf eine kostenlose Pflegeberatung. Sie informiert über Leistungen der Pflegeversicherung, Hilfsmittel und Unterstützungsangebote.
Pflegeberatung nach § 37 Abs. 3 SGB XI (Beratungseinsatz)
Pflegebedürftige, die Pflegegeld beziehen, müssen je nach Pflegegrad regelmäßig einen Beratungseinsatz durch einen zugelassenen Pflegedienst oder eine anerkannte Beratungsstelle durchführen lassen. Dieser dient der Qualitätssicherung und Unterstützung der häuslichen Pflege.
Pflegebox
Eine Pflegebox enthält zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wie Einmalhandschuhe, Flächendesinfektion oder Bettschutzeinlagen. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Pflegekasse die Kosten.
Pflegebudget
Das Pflegebudget beschreibt die finanziellen Leistungen, die Pflegebedürftigen – abhängig vom Pflegegrad – zur Verfügung stehen.
Pflegegeld
Pflegegeld erhalten Pflegebedürftige, wenn sie überwiegend von Angehörigen oder anderen privaten Pflegepersonen zuhause versorgt werden.
Pflegegrad
Der Pflegegrad beschreibt den Grad der Selbstständigkeit einer Person. Es gibt fünf Pflegegrade, die die Höhe vieler Leistungen der Pflegeversicherung bestimmen.
Pflegegrad erhöhen
Wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert hat, kann ein Antrag auf Erhöhung des Pflegegrades gestellt werden. Die Pflegekasse prüft dann erneut den Unterstützungsbedarf.
Pflegegradrechner
Ein Pflegegradrechner hilft dabei, den möglichen Pflegegrad anhand der sechs Begutachtungsmodule unverbindlich einzuschätzen.
Pflegegutachten
Das Pflegegutachten dokumentiert das Ergebnis der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst oder MEDICPROOF und dient als Grundlage für die Entscheidung der Pflegekasse.
Pflegehilfsmittel
Pflegehilfsmittel erleichtern die häusliche Pflege oder fördern die Selbstständigkeit. Dazu gehören technische Hilfsmittel sowie zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel.
Pflegehilfsmittel zum Verbrauch
Hierzu zählen unter anderem Einmalhandschuhe, Schutzschürzen, Händedesinfektionsmittel, Flächendesinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen.
Pflegehilfsmittelpauschale
Pflegebedürftige mit anerkanntem Pflegegrad können unter bestimmten Voraussetzungen eine monatliche Kostenübernahme von 42€ für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel erhalten.
Pflegekasse
Die Pflegekasse ist bei der jeweiligen Krankenkasse angesiedelt und bearbeitet Anträge auf Leistungen der Pflegeversicherung.
Pflegekurs
Pflegekurse vermitteln Angehörigen praktisches Wissen für die häusliche Pflege und werden häufig kostenfrei von den Pflegekassen angeboten.
Pflegeplanung
Die Pflegeplanung dokumentiert alle erforderlichen Pflegemaßnahmen und wird regelmäßig an den Gesundheitszustand angepasst.
Pflegewohngeld
In einigen Bundesländern können Pflegeheimbewohner unter bestimmten Voraussetzungen Pflegewohngeld erhalten. Es dient der Finanzierung investiver Kosten stationärer Pflegeeinrichtungen.
Pflegesachleistungen
Pflegesachleistungen finanzieren die Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst und werden direkt mit der Pflegekasse abgerechnet.
Pflegestützpunkt
Pflegestützpunkte sind unabhängige Beratungsstellen, die Informationen rund um Pflegeleistungen und Unterstützungsangebote bereitstellen.
Pflegeversicherung
Die soziale Pflegeversicherung unterstützt pflegebedürftige Menschen finanziell bei der häuslichen oder stationären Versorgung.
Pflegezeit
Die Pflegezeit ermöglicht Beschäftigten, sich für die Pflege naher Angehöriger bis zu sechs Monate ganz oder teilweise von der Arbeit freistellen zu lassen.
Pflegeunterstützungsgeld
Das Pflegeunterstützungsgeld ist eine Lohnersatzleistung für Beschäftigte, die kurzfristig die Pflege eines nahen Angehörigen organisieren müssen. Es wird für bis zu zehn Arbeitstage gewährt.
Prävention
Präventionsmaßnahmen sollen Krankheiten, Stürze oder Pflegebedürftigkeit möglichst verhindern oder hinauszögern.
Prophylaxe
In der Pflege bezeichnet Prophylaxe Maßnahmen zur Vorbeugung gesundheitlicher Risiken, beispielsweise Dekubitus-, Thrombose- oder Sturzprophylaxe.
Q
Qualitätsprüfung
Pflegeeinrichtungen werden regelmäßig durch den Medizinischen Dienst oder andere Prüfinstanzen kontrolliert, um die Qualität der Pflege sicherzustellen.
Quartierspflege
Quartierspflege beschreibt wohnortnahe Unterstützungsangebote, die älteren Menschen ein möglichst selbstständiges Leben im eigenen Wohnumfeld ermöglichen.
R
Rehabilitationsmaßnahmen
Rehabilitationsmaßnahmen sollen körperliche oder geistige Fähigkeiten erhalten oder wiederherstellen und Pflegebedürftigkeit möglichst vermeiden.
Rehasport
Rehasport umfasst ärztlich verordnete Bewegungsangebote, die Mobilität, Kraft und Ausdauer fördern.
Rollator
Ein Rollator unterstützt Menschen mit eingeschränkter Mobilität beim sicheren Gehen und kann das Sturzrisiko reduzieren.
Rollstuhl
Ein Rollstuhl ermöglicht Menschen mit dauerhaften oder vorübergehenden Mobilitätseinschränkungen die Fortbewegung.
Rückenfreundliche Pflege
Rückenfreundliche Pflegetechniken schützen Angehörige und Pflegekräfte vor körperlichen Überlastungen und beugen Rückenbeschwerden vor.
Ressourcenorientierte Pflege
Die ressourcenorientierte Pflege konzentriert sich auf die Fähigkeiten und Stärken eines Menschen, um seine Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.
Rufbereitschaft
Bei einigen Hausnotrufanbietern umfasst die Rufbereitschaft zusätzlich einen Hintergrunddienst, der bei Bedarf persönlich vor Ort Hilfe leisten kann.
S
Selbstständigkeit
Die Selbstständigkeit beschreibt die Fähigkeit, alltägliche Aufgaben eigenständig zu bewältigen. Sie ist das wichtigste Kriterium bei der Einstufung eines Pflegegrades.
Seniorenassistenz
Seniorenassistentinnen und Seniorenassistenten unterstützen ältere Menschen im Alltag, beispielsweise bei Behördengängen, Einkäufen oder Freizeitaktivitäten.
Smart Home in der Pflege
Smart-Home-Technologien können den Alltag pflegebedürftiger Menschen sicherer gestalten. Beispiele sind intelligente Beleuchtung, automatische Herdabschaltungen oder Türsensoren.
Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Die SAPV ermöglicht schwerstkranken Menschen eine umfassende palliativmedizinische Betreuung in ihrer häuslichen Umgebung.
Sturzerkennung
Moderne Hausnotrufsysteme oder Notrufuhren verfügen teilweise über eine automatische Sturzerkennung. Wird ein schwerer Sturz erkannt, kann automatisch ein Notruf ausgelöst werden.
Sturzprävention
Sturzprävention umfasst Maßnahmen zur Verringerung des Sturzrisikos. Dazu gehören Kraft- und Gleichgewichtstraining, Wohnraumanpassungen sowie technische Hilfsmittel wie Hausnotrufsysteme.
Sturzrisiko
Das Sturzrisiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes. Alter, Erkrankungen, Medikamente oder Sehschwächen können das Risiko erhöhen.
T
Tagespflege
Die Tagespflege ermöglicht pflegebedürftigen Menschen eine Betreuung tagsüber in einer Pflegeeinrichtung, während sie die Nächte zuhause verbringen.
Telemedizin
Telemedizin ermöglicht medizinische Beratungen und Behandlungen über digitale Kommunikationsmittel, beispielsweise per Video.
Therapieplan
Ein Therapieplan dokumentiert alle medizinischen und therapeutischen Maßnahmen einer Patientin oder eines Patienten.
Thromboseprophylaxe
Zur Thromboseprophylaxe gehören Maßnahmen, die der Bildung von Blutgerinnseln vorbeugen, beispielsweise Bewegung oder Kompressionsstrümpfe.
Toilettenstuhl
Ein Toilettenstuhl erleichtert Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Toilettengang und zählt zu den Pflegehilfsmitteln.
Transfer
Als Transfer bezeichnet man das sichere Umsetzen einer Person, beispielsweise vom Bett in den Rollstuhl oder auf einen Stuhl.
Treppenlift
Ein Treppenlift unterstützt Menschen mit eingeschränkter Mobilität dabei, Treppen sicher zu überwinden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine finanzielle Förderung möglich sein.
U
Überleitungspflege
Die Überleitungspflege sorgt dafür, dass der Übergang vom Krankenhaus in die häusliche oder stationäre Pflege reibungslos erfolgt.
Unterstützungsperson
Eine Unterstützungsperson hilft pflegebedürftigen Menschen bei alltäglichen Aufgaben und ergänzt die Arbeit professioneller Pflegekräfte oder Angehöriger.
Unterstützungsangebote im Alltag
Hierzu zählen anerkannte Betreuungs- und Entlastungsangebote, die pflegende Angehörige entlasten und die Selbstständigkeit fördern.
Urlaubsvertretung in der Pflege
Ist die private Pflegeperson im Urlaub oder verhindert, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Verhinderungspflege genutzt werden.
V
Verhinderungspflege
Kann eine private Pflegeperson aufgrund von Urlaub, Krankheit oder anderen Gründen vorübergehend nicht pflegen, übernimmt die Pflegeversicherung unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten einer Ersatzpflege.
Versorgungsvollmacht
Mit einer Versorgungsvollmacht kann eine Vertrauensperson bevollmächtigt werden, bestimmte organisatorische oder persönliche Angelegenheiten zu übernehmen.
Vitalzeichen
Zu den Vitalzeichen gehören Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Atmung und Sauerstoffsättigung. Sie liefern wichtige Informationen über den Gesundheitszustand.
Vollstationäre Pflege
Die vollstationäre Pflege erfolgt dauerhaft in einem Pflegeheim, wenn eine Versorgung zuhause nicht mehr möglich oder sinnvoll ist.
Vorsorgevollmacht
Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Menschen eine Vertrauensperson, die im Ernstfall rechtliche oder finanzielle Entscheidungen treffen darf.
W
Wechseldruckmatratze
Eine Wechseldruckmatratze reduziert den Druck auf gefährdete Körperstellen und hilft dabei, Druckgeschwüre vorzubeugen.
Widerspruch gegen den Pflegegrad
Sind Betroffene mit der Entscheidung der Pflegekasse nicht einverstanden, können sie innerhalb der gesetzlichen Frist Widerspruch gegen den Pflegegrad oder andere Leistungsentscheidungen einlegen.
Wohnraumanpassung
Durch bauliche Veränderungen wie Haltegriffe, bodengleiche Duschen oder Türverbreiterungen kann die Wohnung sicherer und barriereärmer gestaltet werden. Unter bestimmten Voraussetzungen gewährt die Pflegekasse hierfür Zuschüsse.
Wohnformen für Pflegebedürftige
Wohnformen wie betreutes Wohnen, ambulant betreute Wohngemeinschaften oder Pflegeheime bieten je nach Unterstützungsbedarf unterschiedliche Versorgungsmöglichkeiten.
Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
Hierzu zählen Maßnahmen, die das selbstständige Wohnen erleichtern und die häusliche Pflege unterstützen.
Wohngruppenzuschlag
Pflegebedürftige, die in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft leben, können unter bestimmten Voraussetzungen einen monatlichen Wohngruppenzuschlag von der Pflegekasse erhalten.
Wundversorgung
Die Wundversorgung umfasst die professionelle Reinigung, Behandlung und Kontrolle akuter oder chronischer Wunden.
Z
Zuzahlung
Für bestimmte Pflege- oder Gesundheitsleistungen können Eigenanteile oder gesetzliche Zuzahlungen anfallen.
Zuzahlungsbefreiung
Unter bestimmten Voraussetzungen können Versicherte von gesetzlichen Zuzahlungen befreit werden.
Zusatzleistungen
Zusatzleistungen gehen über den gesetzlichen Leistungsumfang der Pflegeversicherung hinaus und müssen häufig privat finanziert werden.
Zweitbegutachtung
In besonderen Fällen kann eine erneute Begutachtung erforderlich sein, beispielsweise nach einem Widerspruch oder einer deutlichen Veränderung des Gesundheitszustands.
Zeitpflege
Zeitpflege bezeichnet die stundenweise Betreuung pflegebedürftiger Menschen zur Entlastung pflegender Angehöriger.